Beschreibung:
Katzen gehören mittlerweile zu den beliebtesten Haustieren und sind längst vom nützlichen Mäusefänger zum Familienmitglied geworden. Dementsprechend häufig (mit steigender Tendenz) werden sie nun auch in der tierärztlichen Praxis mit Hauterkrankungen vorgestellt. Anders als beim Hund gestaltet sich bei Katzen die Diagnostik oft deutlich schwieriger, was nicht zuletzt an den „katzenspezifischen kutanen Reaktionsmustern“ liegt. Diese stereotypen Reaktionen der Haut wie selbstinduzierte Alopezie, miliare Dermatitis, selbstinduzierte Exkoriationen und Ulzera im Kopf-Hals-Bereich und die Läsionen des eosinophilen Granulom-Komplexes machen eine sorgfältige Diagnostik unverzichtbar. Externe Laboruntersuchungen, insbesondere Blutuntersuchungen, sind dabei leider in vielen Fällen nicht diagnostisch zielführend.
Auch bei der Therapie wird klar, dass Katzen eben keine kleinen Hunde sind und in vielen Fällen maßgeschneiderte, dem Einzelfall angepasste Therapiekonzepte benötigen.
In diesem Seminar werden zuerst der dermatologische Untersuchungsgang und die wichtigsten dermatologischen Untersuchungstechniken vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die sogenannten „inhouse-Untersuchungen“ gelegt, die schnell, einfach, nicht invasiv und kostengünstig weitere diagnostische oder eventuell schon therapeutische Schritte vorgeben.
Am Dermatologie-Tag werden die wichtigsten und am häufigsten in der täglichen Praxis gesehenen Hauterkrankungen bei der Katze, ihre Diagnostik und die Therapieoptionen vorgestellt. Eine Frage- und Diskussionsrunde am Ende des Seminartages soll gewährleisten, dass keine Fragen offen bleiben.
Zielgruppe:
Dieses Seminar richtet sich an praktizierende Tierärzt*innen, denen in der täglichen Praxis Katzen mit Hauterkrankungen vorgestellt werden und die insbesondere die häufigen felinen kutanen Reaktionsmuster sicher diagnostizieren, ihre Ursachen mit geeigneten diagnostischen Verfahren abklären und adäquate Behandlungsmethoden empfehlen möchten.
Seminarziel:
- - Erlernen effektiver dermatologischer Diagnostik mit „einfachen“ Untersuchungsverfahren insbesondere im praxiseigenen Labor
- Möglichkeit der mikroskopischen Beurteilung parasitologischer, mykologischer und vor allem zytologischer Präparate bei den jeweiligen Erkrankungen
- Zielgerichtetes Einsetzen von Untersuchungen im externen Labor
- Beurteilung von Aussagekraft und Grenzen externer Laborbefunde
- Diagnostik und Therapie häufiger und relevanter Hauterkrankungen, die zu den felinen kutanen Reaktionsmustern führen
- Fragen- und Diskussionsrunde am Seminarende
Referenten:
Tierärztin I Fachbereich Dermatologie
seit 2021
Leitung des Bereichs Dermatologie/Allergologie an der AniCura-Tierklinik Trier
2010
Tagungspräsidentin der 11. Jahrestagung der DGVD und Gründungsmitglied
2000-2002
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie (DGVD) und Gründungsmitglied. Bis 2009 Vorsitzende der Tagungskommission.
1998
Examen Teil I in Lyon zur Erlangung des Diploms des European College of Veterinary Dermatology (ECVD)
1996
ESAVS-Kurs Dermatohistopathologie
seit 1994
Leitende Tierärztin Dermatologie/Allergologie mit 85% Überweisungspatienten
seit 1994
Externe Fortbildungsaufenthalte z.B. Kanada
1992-1994
ESAVS-Kurs Dermatologie I
1991
Referentin bei mehr als 500 veterinär- und humanmedizinischen Veranstaltungen in Europa, Indien und China
1990
Associate Member, seit 1995 Full Member der ESVD
1989
Schwerpunkt Veterinärdermatologie
1989
Promotion
1987-2021
Assistentin in der Tierärztlichen Klinik Birkenfeld
1986
Approbation als Tierärztin
1981-1986
Studium der Veterinärmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen
Weitere Infos:
Autorin von zahlreichen dermatologischen Veröffentlichungen und von 3 Fachbüchern (Dermatologie Atlas Hund & Katze und Dermatologie in der Kleintierpraxis - Diagnostik mit System)
Gutachterin mehrerer tiermedizinischer Fachzeitschriften
Gutachterin des Practitioner Grant der ESVD
Prüferin für die Zusatzbezeichnung „Dermatologie“ der Tierärztekammer Baden-Württemberg
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